Freitag, 23. April 2010

Ätna


Wer von Sizilien spricht dessen Gedanken schweifen zum Ätna.
Es gelingt selten ihn zu überfliegen. Einer der vier Hauptkrater raucht immer. Zu den über 300 Kratern kommen stets neue hinzu.
Der Ausbruch 2002/03 dauerte von Oktober bis Januar.
Der Ätna ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und zugleich der vielseitigste durch die verschiedenen Formen seiner Ausbrüche.
Unter kundiger Führung kann man bis zum Rand des Hauptkraters gelangen und in schaurige Abgründe blicken.

Dienstag, 20. April 2010

Vulkane



‘a muntagna “der Berg” so hieß der Vesuv in Neapel.
Herkulaneum, Stabiae und Pompeji begrub er. Der klassische Vesuv trägt an seiner Flanke eine lohende Schramme.
Bis heute hat er nichts von seiner Faszination für Maler, Dichter und Forscher verloren. Bereits Goethe und Humboldt besuchten Neapel um den Vesuv zu beschreiben. Die Komponistin Fanny Mendelssohn unternahm um 1840 mit ihrer Familie und dem Maler Wilhelm Hensel eine Reise zum Vesuv. Den Blick in den Krater des Vulkans beschreibt sie mit “Teuelswirtschaft”. Tollste Farben und Formen. Von der Spitze des höllischen Thrones eine Aussicht von überwältigender Schönheit. Die Landschaft des Vesuv ruft ihre eigene Musik hervor.


Montag, 19. April 2010

Eyjafjallajökull


Der Vulkan “Eyjafjallajökull” auf Island begann am 14.04.2010 aktiv zu werden und beschäftigt nicht nur Naturwissenschaftler. Jeder verfolgt das Szenario mit eigenen Gefühlen. Als Künstler bin ich gebannt von den Farben der Glut aus den finsteren Schlünden. Die Sprache des brennenden Berges wird zur Bildsprache, Farbe nicht aufgetragen sondern geschleudert, alle Phasen dieses Ausbruchs bannend.


Sonntag, 18. April 2010

Vulkane

Weitab von Sizilien liegen im Mittelmeer die äolischen/liparischen Inseln Stromboli, Lipari, Salina, Vulcano, Panarea, Alicudi und Filicudi. Allesamt Vulkane, jede mit eigener Persönlichkeit.
Lipari gilt als die Geschäftstüchtige, Panarea als Mondäne, Alicudi und Filicudi als einsame Außenposten. Die Thermalquellen von Vulcano verwöhnen mit heilendem Schlamm. An Salinas schwarze Strände wogt die Brandung kreisrunde Lavasteine heran. Der ständig aktive Stromboli lockt Forscher und Besucher an.
 Der Stromboli war für den deutschen Dichter Armin. T.Wegner ein heiliger Ort. Noch mit 78 Jahren stieg er bis zum Krater auf. Er kaufte eine alte Mühle auf einem Felsvorsprung des Ortsteils Piscità. Am Fuße des feuerspeienden Berges wollte er sein Werk vollenden. Noch heute wird die Mühle von seinem Sohn mit angrenzendem Cavaliershaus vermietet.

Mittwoch, 14. April 2010

La Casa della Titti Fisaia


Die Kunst des Genießens. Bei Titti gingen Gäste zu jeder Tageszeit ein und aus.
Es wurde jeden Abend gemeinsam gekocht, gegessen und diskutiert. Die verschiedensten Speisen bereiteten wir gemeinsam zu, ernteten aus dem Vorgarten frische Kräuter und erfanden abenteuerliche Namen für selbst Kreiertes. Meist kamen spät abends noch Gäste vorbei, im Nu wurde weiteres Essen aufgetischt und die Runde fröhlich fortgesetzt. 
So waren die eingelegten Melanzane “alla Rocco” stets beliebt als Vorspeise oder mal eben als Kleinigkeit mit Weißbrot und Wein.
Rocco ist ein Freund des Hauses geworden, nicht zuletzt durch seine Kochkunst. Aus seiner Heimat Senise brachte er viele köstliche Rezepte und jedes Jahr wenn wir ihn vom Hafen abholten schleppten wir schwere Taschen mit “Eingemachtem”.